Fünf Sicherheitstipps für die
digitale Arbeit von unterwegs

Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Informationen. Akzeptieren

12/08/2019 |

Fünf Sicherheitstipps für die
digitale Arbeit von unterwegs

Außerhalb des Büros lauern mehr Sicherheitsgefahren als wir denken.

Woman working on laptop at a breakfast table on a balcony

Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten während ihrer Geschäftsreise im Hotel und wollen eben nur noch eine E-Mail vor einem wichtigen Geschäftstermin abschicken – aber plötzlich geht nichts mehr. Sie versuchen es immer wieder, aber kommen nicht mehr an Ihre Daten. Es beschleicht Sie der böse Verdacht, einem Hacker zum Opfer gefallen zu sein. Aber warum gerade jetzt, wo doch die Kundenpräsentation ansteht. Immer mehr Fragen schießen Ihnen durch den Kopf: warum ich? Warum gerade jetzt? Was soll ich dem Kunden sagen? Was genau soll ich jetzt tun – wen muss ich informieren, wer kann mir helfen? Ein Albtraum.

Modernste Techniken ermöglichen, dass Menschen von überall aus arbeiten können. Von zu Hause, aus dem Café oder vom Urlaubsort. Während die meisten Büroarbeiter temporär von anderen Orten aus arbeiten, um die Fahrt zum Büro einzusparen und Flexibilität zu gewinnen, arbeiten die sogenannten digitalen Nomaden sogar dauerhaft ortsunabhängig. Laut Schätzungen beläuft sich ihre Anzahl sogar auf eine halbe Million Menschen. Es gibt viele Facetten der digitalen Nomaden. In der Regel teilen alle ihren Drang nach Freiheit, aber auch eine gewisse Selbstbestimmung. Ein Verantwortungs- und vor allem Sicherheitsbewusstsein sollte jeder mitbringen, der ortsunabhängig arbeitet.

Gerade wenn Mitarbeiter an urlaubsähnlichen Orten arbeiten, sind Sie in lockerer Stimmung und vergessen auch mal schnell den einen oder anderen Sicherheitshinweis.

Es ist selbstverständlich, dass das WLAN im Büro geschützt ist und Sicherheitsexperten nicht weit weg sind. Das Arbeiten von unterwegs hält diese Vorteile allerdings nicht bereit und stellt so ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar. Das wird allerdings nicht immer von allen so wahr genommen. Gerade wenn Mitarbeiter an urlaubsähnlichen Orten arbeiten, sind Sie in lockerer Stimmung und vergessen auch mal schnell den einen oder anderen Sicherheitshinweis. Doch gerade für Remote Worker ist besondere Vorsicht geboten. Deshalb möchte ich Ihnen folgende fünf Ratschläge mit auf die Reise geben:

Tipp 1: Egal von wo Sie arbeiten, nutzen Sie immer ein VPN-Netzwerk.

Im Hotel, Flughafen, Restaurant – überall können Sie sich einfach ins WLAN (Wireless Local Area Network) einloggen. In vielen Fällen ist dafür noch nicht mal ein Passwort gefragt. Doch ist Ihnen auch bewusst, dass das Netzwerk damit nicht verschlüsselt und ungeschützt ist? Genauso einfach wie Sie kommen auch Unbefugte in das Netzwerk und können so relativ unkompliziert Zugang zu Ihren persönlichen Daten erhalten. Im Ausland sind die WLANs oft noch besser ausgebaut als in Deutschland. Einerseits großartig zum Surfen, anderseits bietet es aber auch ein höheres Gefahrenpotential. Ich kann deshalb nur allen ans Herz legen, ein VPN (Virtual Private Network) zu benutzen. Ein virtuelles, privates Netzwerk ist ein in sich abgeschlossenes Netzwerk, das der verschlüsselten beziehungsweise anonymen Kommunikation sowie Übersendung von Daten über das Internet dient. Es hat den großen Vorteil, sich anonym im Internet bewegen zu können, um somit die eigene Privatsphäre zu schützen.

Tipp 2: Vorsicht vor USB Outlets! Sie erscheinen praktisch, können aber Gefahren bergen.

Das ist ein Klassiker, den wohl jeder kennt: beim Arbeiten von unterwegs wird der Strom vom Laptop oder Smartphone knapp und wir laufen Gefahr, dass wir mitten in einer Telefonkonferenz aus der Leitung fliegen, weil wir keinen Akku mehr haben. Praktisch erscheinen da die USB Power Outlets (sie befinden sich zum Beispiel in vielen Flughäfen). Hier können wir schnell wieder den Akkus aufladen und „sicher“ weiter arbeiten. Denken wir. Tatsächlich ist es aber so, dass USB-Anschlüsse in erster Linie für den Datentransfer vorgesehen sind. Es kann passieren, dass der vermeintlich ausschließlich zum Laden gedachte Anschluss von Unbefugten missbraucht wird, um unberechtigt auf Daten zuzugreifen. Wenn Sie auf „Nummer sicher“ gehen wollen, empfehle ich die Nutzung von sogenannten „USB-Kondomen“. Sie aktivieren nämlich nur die Stromverbindung und kappen die Datenverbindung. Damit stellen Sie sicher, dass wirklich nur ihre Akkus geladen werden.

Deshalb sollten Sie auch hier besonders aufpassen und all Ihre Geräte immer sperren – selbst wenn Sie nur für einen kurzen Moment mal nicht daran arbeiten.

Tipp 3: Doppelt Absichern gegen höhere Diebstahlwahrscheinlichkeit.

Was man in Reisestimmung schnell mal vergisst: im Hotel, bestimmten Regionen oder auch an allen öffentlichen Orten können elektronische Geräte schneller geklaut werden als im Büro. Deshalb sollten Sie auch hier besonders aufpassen und all Ihre Geräte immer sperren – selbst wenn Sie nur für einen kurzen Moment mal nicht daran arbeiten. Zusätzlich sollte auch die Festplatte immer verschlüsselt sein. Im Fall der Fälle kommen Unbefugte so schwieriger an Ihre Daten. Wer zusätzlich eine „Remote Löschbarkeit“ an seinem Gerät aktiviert hat, ist außerdem in der Lage, seine vertraulichen Daten auch noch von unterwegs zu eliminieren.

Tipp 4: Auch Datenträger sollten immer verschlüsselt sein

Für die mobile Arbeit außerhalb des Büros ist es hilfreich, einen USB-Stick oder andere Datenträger bei sich zu haben. Oft benötigt man einfach doch noch mehr Informationen, die eventuell nicht mehr auf die Festplatte gepasst haben. Schnell geht ein USB-Stick aber auch verloren. Da man ihn nicht ständig bei sich trägt, kann er schnell im Zug oder Hotel liegen gelassen werden. Umso wichtiger ist es hier, auch die Datenträger immer gut zu verschlüsseln, so dass Unbefugte keinen Zugriff haben.

Tipp 5: Augen auf beim Social Engineering

Gerade im Urlaub und auf Geschäftsreise verhalten Sie sich wahrscheinlich lockerer als im Büro. Sie unterhalten sich mit vielen neuen Menschen, gehen eventuell etwas zusammen essen und trinken. Eigentlich schön – nur leider werden auch diese Situationen manchmal ausgenutzt. Viele Hacker versuchen in persönlichen Gesprächen an vertrauliche Daten zu kommen. Wenn Sie zum Beispiel jemand nach dem ganz genauen Geburtsdatum Ihres Kindes fragt oder sich über den üblichen Small Talk hinaus für Ihren Arbeitgeber interessiert, sollten Sie hellhörig werden.

Im Wesentlichen geht es darum ein erhöhtes Bewusstsein für die Sicherheitsrisiken außerhalb des Büros zu schaffen.

Im Wesentlichen geht es darum ein erhöhtes Bewusstsein für die Sicherheitsrisiken außerhalb des Büros zu schaffen. Wenn Sie diese fünf Tipps beachten, gehen Sie bereits auf „Nummer sicher“ und brauchen sich durch mögliche Risiken nicht die Reisestimmung verderben lassen.

Als Anbieter der Security-Lösung STORM ist OTRS immer auf der Höhe der Zeit bezüglich Sicherheitstrends und -bedürfnissen. Lesen Sie hier unsere Blog-Beiträge zu aktuellen Sicherheitsthemen.

 

Laden Sie hier die Infografik mit unseren 5 Sicherheitstipps herunter.

Download

Infografik-Sicherheitstipps-für-das-Arbeiten-von-unterwegs.png

Infografik Sicherheitstipps für das Arbeiten von unterwegs
Text:
Photos: Persnickety Prints via Unsplash

Share the Story