Studie: 66% der IT-Verantwortlichen haben einen Anstieg der Sicherheitsvorfälle verzeichnet
12/10/2020 |

Studie: 66% der IT-Verantwortlichen haben einen Anstieg der Sicherheitsvorfälle verzeichnet

Die Befürchtung, dass Hacker in Home-Office-Zeiten ein leichtes Spiel haben, hat sich
leider bestätigt. Anlässlich des European Cybersecurity Awareness Month, hat die
OTRS Group eine globale Studie unter 500 IT-Verantwortlichen durchgeführt.

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Bei über der Hälfte der Befragten betrug der Anstieg der Sicherheitsvorfälle sogar bis zu 25%.

Die Befürchtung, dass Hacker in Home-Office-Zeiten ein leichtes Spiel haben, hat sich leider bestätigt. Anlässlich des European Cybersecurity Awareness Month, einer Kampagne der Europäischen Union, die das Bewusstsein für die Bedeutung der Cyber-Sicherheit schärfen soll, hat die OTRS Group eine globale Studie unter 500 IT-Verantwortlichen durchgeführt. Befragt wurden online über Pollfish jeweils 100 IT-Leiter aus den Ländern Deutschland, Brasilien, Mexiko, USA und Singapur.

80% aller Befragten haben die Frage nach der gestiegenen Sorge um IT-Sicherheit während Corona mit einem klaren Ja beantwortet.

Die Mehrheit der IT-Verantwortlichen hat sich verstärkt um IT-Sicherheit gesorgt, als Mitarbeiter Corona-bedingt ins Home Office wechseln mussten

80% aller Befragten haben die Frage nach der gestiegenen Sorge um IT-Sicherheit während Corona mit einem klaren Ja beantwortet. Nur 20% der Befragten verneinten. Von dem Teil, der die Frage mit Ja beantwortet hatte, gaben wiederum 29% als Grund für die verstärkte Sorge an, dass die Netzwerke der Mitarbeiter zu Hause nicht genauso sicher seien wie im Büro. Der am zweithäufigsten genannte Grund (25%) ist, dass Mitarbeiter im Home Office schneller das Private und Berufliche vermischen, so dass es Angreifern noch besser gelingt, an vertrauliche Informationen zu kommen. Weitere genannte Gründe für eine verstärkte Sorge in Hinblick auf Angriffe sind der limitierte IT-Support im Home Office (18%), ein Mangel bezüglich IT-Sicherheitstrainings der Mitarbeiter (9%), nicht korrekte IT-Konfigurationen (7%), nicht aktualisierte Software-Versionen (7%) und nicht definierte Incident-Response-Prozesse (5%).

Von dem Teil, der sich keine Sorgen in Hinblick auf IT-Sicherheit macht, gab fast die Hälfte (48%) an, dass ihr Unternehmen gut vorbereitet war und alle Mitarbeiter hinsichtlich IT-Sicherheit geschult worden sind. 20% dieser Gruppe sagten aus, dass sie die richtigen Sicherheitssysteme im Einsatz hätten. 17% waren der Ansicht, dass es keinen Sicherheitsunterschied machen würde, ob Mitarbeiter im Büro oder von zu Hause aus arbeiten würden. 8% hätten ein gutes Schwachstellenmanagement und 6% einen klar definierten Incident-Response-Prozess.

Anstieg der Sicherheitsvorfälle während Home Office ist deutlich erkennbar

Über die Hälfte der Befragten hat angegeben, dass die Sicherheitsvorfälle in ihrem Unternehmen durch den Wechsel ins Home Office tatsächlich bis zu 25% angestiegen seien. Die genannten Gründe hierfür waren vielfältig, aber wurden im Wesentlichen mit dem unsichereren Netzwerk, nicht ausreichendem Training oder nicht aktueller Software begründet. Die Minderheit (34%) hat ausgesagt, dass die Sicherheitsvorfälle in den letzten sechs Monaten durch den Wechsel ins Home Office nicht angestiegen seien.

Wenn sich eine Firma gegen die Cloud entscheidet, spielen Sicherheitsbedenken meist eine große Rolle. Interessanterweise wird diese Aussage allerdings nicht in der Umfrage bestätigt.

Welche Rolle spielt die Cloud bei der IT-Sicherheit?

Wenn sich eine Firma gegen die Cloud entscheidet, spielen Sicherheitsbedenken meist eine große Rolle. Interessanterweise wird diese Aussage allerdings nicht in der Umfrage bestätigt. Tatsächlich arbeiten bereits 95% der befragten Unternehmen mit Cloud-basierten Lösungen. 81% sagen sogar aus, dass es in Hinblick auf Sicherheit keinen Unterschied zwischen Cloud- und On-Premise-Lösungen gäbe.
Die größte Sicherheit für ihre Daten bei Cloud-basierten Anbietern begründeten 19% mit ihren Datenverschlüsselungsmethoden. 13% gaben Regelungen und Prozesse für Back-Ups an, während weitere 13% mit Authentifizierungsmethoden antworteten (bei dieser Frage waren mehrere Antworten möglich).

Da es momentan noch nicht absehbar ist, wann Unternehmen wieder mit kompletter Belegschaft in ihre Büroräume zurückkehren können, ist es essentiell, entsprechende Sicherheitsvorkehrungen für das Arbeiten im Home Office zu treffen.

Wichtigster Sicherheitstipp: Software auf dem aktuellsten Stand halten

Wenn die befragten IT-Sicherheitsverantwortlichen einen Tipp geben könnten, würden 23% in erster Linie empfehlen, die Software auf dem aktuellsten Stand zu halten, gefolgt von der Benutzung eines VPN-Netzwerks (19%) und der regelmäßigen Mitarbeiterschulung (18%). Auch hier gab es mehrere Antwortmöglichkeiten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Corona-bedingte Wechsel ins Home Office weltweit zu einem deutlichen Anstieg der Sicherheitsvorfälle geführt hat. Da es momentan noch nicht absehbar ist, wann Unternehmen wieder mit kompletter Belegschaft in ihre Büroräume zurückkehren können, ist es essentiell, entsprechende Sicherheitsvorkehrungen für das Arbeiten im Home Office zu treffen. Hier erfahren Sie mehr darüber, wie die OTRS Group Sie mit einem Incident Management Tool oder grundsätzlich bei der Arbeit im Home Office unterstützen kann. Beides ermöglicht einen DSGVO-konformen Betrieb und beinhaltet eine durch Administratoren konfigurierbare Zwei-Faktor-Authentifizierung als Voreinstellung. Die durchgehende Verschlüsselung ist Standard in der Managed-Umgebung.

Haben Sie während der Zeit im Home Office auch mehr Sicherheitsangriffe erfahren müssen? Fanden Sie die Ergebnisse überraschend? Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und gutes Gelingen im Home Office und/oder Büro.

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Photos: Viajero auf Pexels

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