Wie Digitalisierung die Mitarbeitermotivation steigern kann
28/10/2019 |

Wie Digitalisierung die Mitarbeitermotivation steigern kann

Es geht nicht darum, wie man Mitarbeiter für die
Digitale Transformation gewinnen kann, sondern
vielmehr, was Mitarbeiter durch diese gewinnen können.

human jumps under a tree

Wenn wir über Digitalisierungsprojekte sprechen, kommt fast unausweichlich das Thema Motivation mit ins Spiel. Und zumeist geht es darum, wie man Mitarbeiter motivieren kann, sich dieser Transformation der Arbeitsprozesse zu stellen. Natürlich gibt es unzählige Beispiele, wie man Mitarbeitern die Angst vor Veränderungen nimmt und ihnen den digitalen Arbeitsplatz „schmackhaft“ macht.

Was können Mitarbeiter durch Digitalisierung gewinnen?

Mit der zunehmenden Präsenz digitaler Hilfsmittel und ihrer völlig selbstverständlichen Einbindung in unser Leben, nicht nur dem beruflichen auch dem privaten, gerät dieser Aspekt aber zunehmend in den Hintergrund. So ist gerade für die jüngeren Generationen der Wunsch nach neuen Impulsen durch stetige Veränderungen nahezu unverzichtbar, wenn es um die positive Bewertung von Arbeitsplätzen geht.

Deswegen geht es nicht mehr darum, wie man Mitarbeiter für die Digitale Transformation gewinnen kann, sondern vielmehr darum, was Mitarbeiter durch diese gewinnen können. Kann man Mitarbeiter wirklich durch Digitalisierung motivieren?

Echte Innovation entsteht genau dann, wenn wir unsere strukturierten Phasen so gliedern, dass kreative Phasen darin eingebettet sind.

Strukturierung sorgt für Kreativität

In vielen Fällen erreichen wir durch die Digitalisierung eine Automatisierung von Arbeitsroutinen. Damit geben wir einem Großteil der Aufgaben Struktur, was uns unsere Kreativität voll entfalten lässt. Ja, so widersprüchlich dies zunächst scheinen mag: Je klarer unsere Aufgaben organisiert und Verantwortlichkeiten verteilt sind, desto mehr Freiraum haben wir für Kreativität und neue Ideen. Es wird sogar noch besser: Aus der Strukturiertheit erhalten wir sogar Impulse für ein gelungenes Brainstorming.
Und wie man im Design Thinking erkannt hat und gleichermaßen agiert: Echte Innovation entsteht genau dann, wenn wir unsere strukturierten Phasen so gliedern, dass kreative Phasen darin eingebettet sind.

Das Gefühl, an einem kreativen Prozess mitzuwirken oder gar der Urheber zu sein, ist für die meisten Menschen äußerst motivierend. Für Mitarbeiter umso mehr, symbolisiert es doch ihre unmittelbare Beteiligung am organischen Wachstum „ihres“ Unternehmens. Diese Möglichkeit der Einflussnahme fungiert bei vielen als (indirekter) Antreiber und damit Motivationsfaktor.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht…ich gehöre nicht zu den Genies, die das Chaos beherrschen, sondern es ist eher umgekehrt. Daher kommt mir jedes Hilfsmittel gelegen, das

  1. entweder verhindert, dass das Chaos überhandnimmt oder
  2. kurzfristig wieder Ordnung einkehren lässt.

Beides vermag die Digitalisierung zu erreichen.

Zwei Beispiele aus der Praxis verdeutlichen das

Ein Beispiel für den ersten Fall: Eine sichere Terminplanung mit Erinnerungsfunktionen und Benachrichtigungen, der Zugriff auf die Kalender der Kollegen, ohne sie immer wieder anrufen und fragen zu müssen, ob sie verfügbar sind….das ist Arbeitserleichterung pur. Ich schaffe es schneller und leichter, meine Wochen so zu planen, dass es KEINE Terminüberschneidungen gibt und ich zu meinen Meetings immer pünktlich komme.
Jeder, der das Gegenteil kennt, weiß, wie unglaublich demotivierend es ist, Verabredungen hinterherzujagen, oder keinen Überblick über Wochen- und Monatsplanung zu haben.
Deswegen ist der digitale Kalender ganz sicher ein Motivations-Booster.
Natürlich gibt es immer wieder Menschen, die meinen mit einem handschriftlichen Terminkalender auf der besseren und damit sicheren Seite zu sein. Nun, ich kann nur sagen: Mit der Vielzahl und vor allem wachsenden Unterschiedlichkeit unserer Lebens- und Arbeitsräume ist ein handschriftliches Dokument ziemlich aufwändig und nur schwer „am Leben zu halten“.

Da wo Unübersichtlichkeit oder Unordnung vorherrschen, hilft uns die Digitalisierung in vielerlei Hinsicht das Chaos zu bekämpfen!

Im zweiten Fall: Als Marketingmensch habe ich (natürlich) auch eine hohe Affinität zur Fotografie. Eine gelungene Visualisierung ist die halbe Miete, wenn man eine Botschaft erfolgreich kommunizieren will. Demzufolge arbeiten wir täglich mit unzähligen Fotos. Diese ungeordnet zu verwalten, ist quasi unmöglich. Aber sie an einem zentralen Ort zu speichern und dort mit entsprechenden Tags zu versehen, hilft ein bestehendes Chaos in eine für alle verständliche Ordnung zu bringen. Und dieses Beispiel lässt sich auf viele andere Begebenheiten übertragen. Da wo Unübersichtlichkeit oder Unordnung vorherrschen, hilft uns die Digitalisierung in vielerlei Hinsicht das Chaos zu bekämpfen! Ein Hoch also auf Storage-Systeme.

Digitalisierung ermöglicht Konzentration auf das Wesentliche

Und für diejenigen, die ebenso wenig Ordnungsfanatiker wie ich sind: Ich versuche auch zu Hause immer wieder ein System in meine Aktenordner zu bringen, aber bleibe meist mittendrin stecken, bzw. verliere mich in Details. Denn Zuhause Aufräumen findet ohne Digitalisierung statt…und das kann ziemlich ermüdend sein.

Nicht zuletzt gilt für die Digitalisierung: sie ermöglicht Konzentration auf das Wesentliche. Wir können mit digitalisierten Prozessen viele dringliche Dinge mit links erledigen, weil Abläufe vorgegeben sind und wir weder Zeit noch Gehirn darauf verwenden müssen. Das spart Zeit und Energie, die wir für die wirklich wichtigen Themen verwenden können.

Also: Digitalisierung kann wirklich in vielerlei Hinsicht die Motivation steigern. Natürlich höre ich schon wieder die Stimmen aus dem off, welche Nachteile sich durch die Digitalisierung von allem und jedem ergeben…aber das war ja nicht der Ausgangspunkt dieses Artikels. 🙂

Text:
Photos: Stephen Leonardi von Unsplash

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